Ubuntu 13.04 wird nach Zeitplan veröffentlicht – Rolling Releases ungewiss

6 März 2013 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Ein Entwickler hätte am liebsten die Nicht-LTS-Versionen von Ubuntu sofort abgesetzt und schon Ubuntu 13.04 „Raring Ringtail“ in ein Rolling Release umgewandelt. So schnell geht es nun doch nicht und auf dem ersten virtuellen UDS (Ubuntu Developer Summit) wurde nun entschieden, dass Raring Ringtail wie geplant ausgegebene wird. Das hat zumindest Jonathan Riddel von Kubuntu herausquetschen können, wie er selbst im KDE-Blog schreibt. Am Donnerstag ist dann Feature Freeze fügt er an.

Allison Randal hatte dazu auch etwas zu sagen. Sie kommentierte, was System76 am Ende der Sitzung erwähnte, dass Ausgabe-Zyklen von 2 Jahre zu lange für seine Kunden seien, allerdings würden sie das Rolling Release zumindest ausprobieren. Allerdings finde man das Rolling Release nicht stabil genug, um es an Kunden zu geben. Randal zeigt sich hier überrascht, weil Stabilität genau der Zweck eines Rolling Release sei.

Wenn sich die Rolling Releases nicht für den Endverbraucher eignen, dann sollte man einfach mit dieser Fantasterei aufhören und von einem 6-monatigen Rhythmus auf einen 2-jährigen umteigen und gut ist es.

Sie wüsse um due Probleme und jeder hasst abgestandene Applikationen. Allerdings könnte man mehr Programmen SRU-Ausnahmen erlauben, wie das auch bei Firefox der Fall ist oder man fange an, Backports für die LTS-Versionen zu erlauben.

Es sei einfach Zeitverschwendung, wenn man über Rolling Release spricht und es sich dabei in Wirklichkeit um genau das selbe Modell mit längeren Intervallen handelt.

Mal sehen, wie das ausgeht. Ein Grund für die ganze Diskussion ist, dass man so Ressourcen für Projekte wie Ubuntu Touch frei bekommen möchte.

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3 Kommentare zu “Ubuntu 13.04 wird nach Zeitplan veröffentlicht – Rolling Releases ungewiss”

  1. axt sagt:

    Jonathan Riddels Begründung ist unlogisch, wenn er sagt, daß Zeit und Mühe in Raring investiert worden sind, die bei einer Umstellung auf RR "verschwendet" seien. Muß da irgendetwas weggeworfen werden, was nicht verwendet werden könnte? Mal davon abgesehen, daß ich in Raring bislang nichts gewaltig neues oder großartig aktualisiertes sehe, das Ganze bislang sogar recht langweilig wirkt.

    Raring Ringtail könnte wie geplant kommen, aber eben als Rolling Release (jetzt sollte man Abkürzungen besser ausschreiben), d.h. mit dessen Erscheinen gäbe es Rolling-Release-Updates.

    > Randal zeigt sich hier überrascht, weil Stabilität genau der Zweck eines Rolling Release sei.

    Hast Du das sinnentstellend übersetzt oder hat sie tatsächlich sowas krudes erzählt?

  2. Oscar alias xpenguin sagt:

    Wo steht denn das geschrieben, daß der Sinn von Rolling Releases Stabilität sei? Zeigt uns Debian nicht eher das Gegenteil? Der wirkliche Sinn einer RR ist doch wohl eher, den "jungen Hüpfern", die vor Neugier platzen, immer das Allerneueste zu geben. Stabil ist nicht Wheezy, sondern Squeeze, was ja keine RR ist. Daß man bei einer RR nicht dauernd System-Upgrades machen muß, wodurch ja nicht selten alles über die Wupper geht, ist das Einzige, was für Stabilität sorgt. Dem NVIDIA current ist das allerdings wurscht, ob der Kernel auf einmal xon 3.2 auf 3.5 gehoben wird oder nach und nach, er verträgt das so und so nicht. Und der 3D-Nouveau kommt bislang nur mit schwächeren Grafiken klar. Es spielt also keine Rolex, ob ich eine RR habe oder Kernel-Sprünge mache, von Zeit zu Zeit muß ich ohnehin neu installieren.

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