Debian basierte Live-Distribution für Administratoren und Konsolen-Fans: Grml 2013.02 “Grumpy Grinch”

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

grml Logo 150x150Die Könige der ausgefallenen Codenamen haben sich diesmal mit einem “Grantigen Miesmacher” ja richtig zurückgehalten. Allerdings war man auch schon bei Ponyhof und Knecht Rootrecht schon etwas braver, als das noch bei Schluchtenscheisser der Fall war. Das Grmlmonster war auch nicht schlecht … 🙂

Laut Ankündigung bringt diese Version die Grml-Tools einen Schritt näher in Richtung Wheezy, die kommende stabile Debian-Version. Weiterhin wurden bekannte Bugs aus früheren Ausgaben bereinigt und es gibt up2date-Hardware-Unterstützung.

Die Neuerungen

  • ssh boot option: Anzeige von SSH-Serverschlüsseln (Fingerprints)
  • grml-hwinfo: Unterstützung für lsscsi, iscsiadm, proxmox/libvirt/openvz/vserver, swapon, mdadm, LVM + dmsetup, Benutzung von ‘lspci -nn’ für lspci Output
  • grml-live: Mit der Firmware zusammenhängende Pakete in GRMLBASE, uuid-runtime in GRMLBASE aufgenommen
  • grml-network: netcardconfig unterstützt nun die Möglichkeit, nach verfügbaren drahtlosen Netzwerken zu suchen
  • grml-udev-config: Mount-Optionen für NTFS-Partitionen werden nicht mehr länger auf ro (nur lesen) gesetzt .
  • grml2usb: Verifizieren, dass Bootflag aktiviert ist
  • grml2iso: ISO-Abbilder lassen sich mittels dd übertragen, wie zum Beispiel: dd if=grml64_2013.02.iso of=/dev/USB-STICK
  • grml-debootstrap: http.debian.net ist Standard-Spielgeserver, Wheezy als neue Standard-Ausgabe gesetzt, acpi-support-base + firmware-linux-free als Standard-Paketauswahl

Wichtige Änderungen

  • /etc/apt/sources.list.d/debian.list benutzt nicht weiter cdn.debian.net als das Debian-.Repository. Stattdessen wird snapshot.debian.org mit entsprechendem Ausgabedatum verwendet. Das soll die Installation weiterer Software bezüglich der Abhängigkeiten vereinfachen.
  • Debians live-boot hat den Pfad von /live/image nach /lib/live/mount/medium geändert. Wer eigenen Scripte benutzt, muss diese Pfade entsprechend anpassen.
  • Wie bei anderen Live-Dsitributionen lassen sich auch Einstellungen von Grml speichern und bei einem Neustart wieder herstellen. Auch hier gibt es Änderungen, die im Grml Wiki beschrieben sind.

Weiteres

  • Linux-Kernel basiert auf 3.7.9 und es werden keine weiteren Module ausgeliefert.
  • Wer wissen möchte, was sich alles in Grml befindet, kann sich die Paket-Liste von Version 2013.02 vornehmen.

Interessierte finden die neuest Grml-Version im Download-Bereich der Projektseite. Es gibt für die Architekturen x86 (i586+) und x86_64 jeweile eine Full (350 MByte) und eine Small Version (150 MByte): grml64-full_2013.02.iso (Torrent), grml32-full_2013.02.iso (Torrent), grml64-small_2013.02.iso (Torrent), grml32-small_2013.02.iso (Torrent).

Grml ist eine minimalistische Distribution, die sich nicht an Anfänger richtet. Für Administratoren und Konsolen-Fans ist es aber ein interessantes Betriebssystem.




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