Vorschlag: Cinnamon soll GNOME3 bei Fedora 19 „Schrödinger’s Cat“ als Standard-Desktop ersetzen

24 Januar 2013 7 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Fedora Logo 150x150Das ist ja interessant. Eric Smith hat für Fedora 19 vorgeschlagen, als Standard-Desktop für Fedora 19 „Schrödinger’s Cat“ Cinnamon anstatt GNOME3 zu nehmen. Als Grund gibt er an, dass sich GNOME3 grundsätzlich von traditionellen Desktop-Umgebungen unter Linux und Windows (Version 8 hat er wohl zum Glück nicht gesehen, ich hab nach 4 Wochen zum Glück 50% meiner Sehkraft wieder – ist das grausam in der Standard-Einstellung) unterscheidet. Er finde es zwar gut, dass in Sachen neue Desktop-Oberflächen Forschung betrieben wird. Dennoch fühlen sich seiner Meinung nach viele Anwender mit traditionellen Umgebungen wohler. Leider ist es allerdings auch nicht möglich, diese Vorlieben in Prozenten darzulegen.

Er versuche auch gar keinen Flamewar auszulösen (Schade, ein paar Kernel-Entwickler sind nun sicher enttäuscht *g*), deswegen nimmt er davon Abstand, seine persönlich Kritik an der GNOME Shell anzubringen. Als Beispiele führt er Alan Cox und Linus Torvalds an, die öffentlich Kritik an der GNOME Shell geübt hätten und auf andere Desktop-Umgebungen umgestiegen sind (KDE hat Torvalds aber gelobt!).

Für Anwender ist es seiner Meinung nach einfacher, mit einer traditionellen Desktop-Umgebung zu starten. Diese könnten auf Wunsch immer noch auf die GNOME Shell umsteigen. Da Cinnamon auf den letzten Versionen der GNOME- und GTK-Komponenten basiert, scheint ihm das ein besserer Ausgangspunkt zu sein als MATE.

Ob das nun angenommen wird oder nicht, sei dahingestellt. Allerdings zeigt es, wie kontrovers die GNOME Shell aufgenommen wird.

GNOME Shell

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Cinnamon

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MATE

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7 Kommentare zu “Vorschlag: Cinnamon soll GNOME3 bei Fedora 19 „Schrödinger’s Cat“ als Standard-Desktop ersetzen”

  1. Marcus sagt:

    Dabei handelt es sich um die Meinung einer Einzelperson.

    GNOME ist in fedora sehr stark verankert. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

    • jdo sagt:

      Er hat ja nichts gegen GNOME, wie ich das verstehen. Die GNOME Shell schmeckt dem Mann nicht. Ob es die Meinung einer Einzelperson ist ... einer hat den Wunsch geäußert, der anderen vielleicht auch auf der Zunge brennt. Meine Stimme hätte er, aber Du kennst ja meine Meinung 🙂 ... womit ich mich gerade richtig anfreunden könnte, wäre die KDE-Version von openSUSE 12.3. Ich bin gerade echt am evaluieren, wie mein ganzer Arbeitsfluss da reinpasst. Mir taugt diese ganze Forkerei von GNOME gar nicht mehr: MATE, Cinnamon, Consort ... wenn ich mir überlege, wenn man diese Manpower bündeln würde ... KDE scheint mir derzeit homogener zu sein ...

  2. danrl sagt:

    Ich halte das für einen guten Vorschlag. Leider gibt es nur weniger Erhebungen zur Zufriedenheit, bei der letzten die einigermaßen repräsentativ war und die mir zugänglich war, schnitt Gnome3 nicht so gut ab.

  3. Didi sagt:

    Da die Gnome Shell seit F 18 recht labil ist, nutze ich (vorübergehend) Cinnamon. Diese Oberfläche scheint mir eine gelungene Mischung aus Gnome 2 und Gnome 3 zu sein. Insbesondere gefällt mir die Kompatibilität zu Gnome3. Alte Gewohnheiten kann ich beibehalten: So kann ich geöffnete Programmfenster über die Leiste oder über den bereits verinnerlichten Wischer nach links oben ansteuern. Außerdem lassen sich die von Gnome 2 bekannten Applets nutzen und in der Leiste nach Belieben anordnen. An sich ist Cinnamon das bessere Gnome 3. Allerdings finde ich Gnome 3 schicker. Ich könnte mich deshalb nur schwer für die eine oder andere Oberfläche entscheiden.

  4. Dive sagt:

    Wenn es einen Grund gäbe zu Fedora zu wechseln, wäre es die gute Integration von der Gnome-Shell. Sollte dieses Argument flachfallen gibt es für mich auch keine weitere Grund mich mit Fedora zu beschäftigen.

    Aber warum lässt man nicht einfach den User bei der Installation entscheiden. Wenn ich mich recht erinnere war dies ganz früher bei SUSE so.

    "Für Anwender ist es seiner Meinung nach einfacher, mit einer traditionellen Desktop-Umgebung zu starten." Das kann ich NICHT bestätigen. Es gibt sicher einen großen Prozentanteil von Leuten mit starkem "War schon immer so, muss so bleiben" Bewusstsein, das stimmt. Aber diese Einstellung tötet auch jede Innovation. 😉 Anfänger, die nicht "vorgebildet" sind auf eine Oberfläche, gerade diese kommen mit für uns Alte Neuem sehr gut zurecht.

    Ich habe ürbrigens mit KDE2 angefangen und kommen mit der Gnome-Shell bestens zurecht und nutze sie gerne.

    • jdo sagt:

      Ich habe grundsätzlich nichts gegen Neues. Die GNOME Shell stört meinen Arbeitsfluss aber einfach anstatt diesen zu erleichtern. Das fängt schon beim Dateimanager an. Klar ist das eine persönliche Sache. Aber wenn ich Cinnamon nehme, kann ich gleich loslegen, ohne irgendwas manuell hinkonfigurieren zu müssen. Warum sollte ich dann die GNOME Shell nehmen, wenn ich Funktionen, die mir woanders einfach so mitgeliefert werden, erst durch irgendwelche Extensions wieder funktionsfähig machen muss.

      Ich hatte es vorher schon gesagt, dass mir die ganze Forkerei bei GNOME derzeit gehörig auf den Senkel geht. Ich kann Vincent Untz auch teilweise verstehen, wenn er sich manche Dinge nicht erklären kann, warum die Leute forken. Ich verstehe aber auch die anderen, die den Leuten eine eher klassische Umgebung zur Verfügung stellen wollen. Was ich nicht verstehe ist, warum es so viele Forks sein müssen. Im GNOME-Lager scheint es derzeit so zu sein: Jeder, der seinen Willen nicht bekommt, startet einen Fork. Wo soll das hinführen? Viele kleine Gruppen, die ihr eigenes Süppchen vor sich hinkochen - kann das gut gehen? Ich überlege mir derzeit wirklich ganz stark, wieder auf KDE zu setzen - da scheint mir wesentlich mehr Ruhe drin zu sein.

  5. Andrea sagt:

    hi zusammen,

    ich lade mir gerade Fedora 18 herunter, weil es nun doch so sein soll - zumindest laut der Project-Page, dass man Cinnamon über die Repositories herunterladen kann.

    Derzeit arbeite ich mit dem LinuxMint 15 RC, der aber noch ziemlich buggy ist. Cinnamon arbeitet dort zwar stabil, aber einige Sachen funktionieren noch nicht (Cinnamon-Settings). Derzeit funktionieren die Mini-Anwendungen für Cinnamon noch nicht und auch die Desclets funktionieren bei mir nicht, trotz sauberer Installation.

    Von daher möchte ich einfach mal Fedora ausprobieren und sehen, wie es da läuft mit Cinnamon. Darüber hinaus lade ich mir auch FreeBSD und Manjaro herunter, um auch diese mal auszutesten. Bin schon echt gespannt, wie diese Isos sich schlagen.

    Grüße
    Andrea

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