Letzte Version der 7.x-Serie: KNOPPIX 7.0.5

22 Dezember 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Knoppix Logo 150x150Klaus Knopper hat eine letzte Version der 7.x-Serie der Mutter aller Live-Linux-Systeme zur Verfügung gestellt. Ausgabe 7.0.5 besteht wie üblich aus einer Mischung zwischen Debian Squeeze (stable) und einigen Paketen aus Testing und Unstable (Wheezy). Hier handelt es sich in erster Linie um Grafiktreiber und aktuellere Software. Um aktuelle Computer-hardware zu unterstützen setzt KNOPPIX 7.0.5 auf kernel 3.6.11 und X.Org 7.7 (core 1.12.4).

Du kannst Dein System optional mit knoppix64 starten. Damit unterstützt das System mehr als 4 GByte Arbeitsspeicher und in der DVD-Version kannst Du mittels chroot 64-Bit-System reparieren. Unter anderem befinden sich LibreOffice 3.6.4, GIMP 2.8, Chromium 22.0.1229.94 und Firefox/Iceweasel 10.0.11 an Bord.

Standard-Desktop-Umgebung ist LXDE mit PCManFM. Es stehen aber auch KDE 4.8 (Bootoption knoppix desktop=kde, nur DVD-Version) und GNOME 3.4 (Bootoption knoppix desktop=gnome, nur DVD-Version) zur Verfügung.

Damit Du einige Windows-Programme laufen lassen kannst, ist Wine 1.5 vorinstalliert. EBook Speaker ist ein barrierefreier eBook-Reader. Für Virtualisierung stehen VirtualBox 4.1.18 (in der DVD-Version) und qemu-kvm 1.1.2 bereit.

In den Kernel selbst hat Klaus Knopper zwei Patches eingespielt. Ein Flicken bessert einen Bug bei der zram “RAM-Kompression” aus. Seit Kernel 3.6.5 gibt es da laut eigenen Angaben massive Schwierigkeiten. zram hilft vor allen Dingen älteren Rechnern mit wenig Arbeitsspeicher. Auch wenn es keinen Swap-Bereich auf der Festplatte gibt, lassen sich viele Programme starten, selbst wenn der Hauptspeicher normalerweise nicht ausreichen würde. Weiterhin gibt es eine vorläufige Unterstützung für neue Atheros-Netzwerkkarten (Modelle 1969:1091 – AR8161 Gigabit Ethernet, 1969:1090 – AR8162 Fast Ethernet, 1969:10A1 – AR8171 Gigabit Ethernet, 1969:10A0 – AR8172 Fast Ethernet).

Als experimentelle Funktion ist eine zweite Version von Knoppix-To-Flash Installer enthalten. Damit lassen sich auch Linux-Partitionen als Overlay zum Speichern eigener Daten einrichten. Somit entfällt die Beschränkung von 4 GByte, die man mit FAT32 hat. Der Installer partitioniert auf Wunsch den USB-Massenspeicher neu. Weiterhin gibt es eine neues GUI zum einfachen Einbinden von Samba- oder Windows-Freigaben.

Alle weiteren Informationen und Hinweise findest Du in der offiziellen Ankündigung. ISO-Abbilder gibt es von einem der zahlreichen Spiegel-Server oder via Torrent. Das DVD-Abbild ist zirka 3,8 GByte groß und die CD-Edition knapp unter 700 MByte. Beim Herunterladen aufpassen, das es sowohl eine englische als auch deutsche Ausgabe gibt.



Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren


Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten