Bodhi-Linux-Entwickler Jeff Hoogland über Linux-FUD in College-Büchern – unglaublich

1 November 2012 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Bodhi Linux Logo 150x150Ich mag Jeff Hooglands Bodhi Linux – ein Ubuntu-Abkömmling mit Enlightenment 17 als Desktop-Umgebung. Ich mag aber auch seinen Blog und finde diesen Beitrag einfach eine Mischung aus zu köstlich und unglaublich.

Seine Verlobte hatte einen neuen Kurs angefangen (MIS – Management Information Systems). Beim Abendessen hat sich dann einige Fakten mit ihrem baldigen Ehemann über Linux ausgetauscht, die in dem Unterrichts-Werk zu finden sind.

In der Sektion „Was muss ein Manager über Software wissen?“ sind ein paar Fakten über Linux, mit denen Hoogland gar nicht einverstanden ist. Es fange mit einer Tabelle an, die typische Desktop-Anwender für Mac OS X, Windows, UNIX und Linux beschreibt. Die Beschreibung eines typischen Linux-Anwenders sei: „rare – used where budget is very limited“ (selte, nur wo Kohle knapp ist)

Jaja, so ist das. Linux wird nur von Hungerleidern eingesetzt oder solchen, die kein Geld ausgeben wollen (und was nichts kostet, kann sowieso nichts taugen). Hoogland weißt darauf hin, dass man anscheinend Google nie auf diese Tatsache aufmerksam gemacht hat.

Die unter Linux am meisten angewendetet Applikation sei: „Open Office (Microsoft Office look-alike)“

Lustig findet er auch die Tatsache, wer eigentlich hinter Linux steckt – ja, wir wissen, dass die Open-Source-Community dafür zuständig ist, die wie folgt beschrieben ist: „a loosely coupled group of programmers who mostly volunteer their time“ (eine lose Gruppe von Programmieren, die das hauptsächlich in ihrer Freizeit machen)

Hoogland verweist hier, dass fast 75 Prozent der Kernel-Entwickler dafür Vollzeit bezahlt werden. Der Bodhi-Macher ist davon überzeugt, dass nicht Hardware-Unterstützung und so weiter Linux auf dem Desktop zurückhält. Es sei mehr der Mist, was man Führungspersönlichkeiten in die Köpfe stopft. Das Beste was man dagegen machen kann, ist Fakten korrekt darzulegen und gegen diese komischen Falschinformationen verbal vorzugehen.

Ebenso weißt er noch auf das fabelhafte Werk hin, das solchen Unsinn verzapft: „Experiencing MIS„, geschrieben von einem „David Kroenke“ und von Pearson Education publiziert. Würde mich nicht wundern, wenn in dem Buch auch beschrieben ist, dass Microsoft das Internet und Apple das mp3-Format erfunden hat. Wird an Universitäten und anderen höheren Bildungs-Einrichtungen in Deutschland eigentlich auch so ein Mist erzählt?

  • Pear Linux 5
Bodhi Linux 2.1.0: Neue Themes

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2 Kommentare zu “Bodhi-Linux-Entwickler Jeff Hoogland über Linux-FUD in College-Büchern – unglaublich”

  1. sgo sagt:

    Nein, so ein Mist wird hier in Deutschland nicht erzählt. Hier (Dresden) sind die (neuen) PC-Pools DualBoot Systeme mit Win7 und Ubuntu, und man wird gleich im ersten Semester dazu gedrängt, doch bitte LaTeX zur Bearbeitung jeglicher Hausarbeiten zu verwenden... 🙂
    Achja, und habe ich erwähnt, dass LibreOffice auch auf den Windows Installationen installiert sind?

  2. tux. sagt:

    Nein. In Universitäten kommt der Linuxdreck zum Glück kaum vor.

    Im Übrigen:

    Linux wird nur von Hungerleidern eingesetzt oder solchen, die kein Geld ausgeben wollen

    Das ist zum Beispiel der Grund, aus dem dein Leser Didi versucht seine komplette Umwelt zu Linux zu bekehren: Damit Microsoft kein Geld bekommt. Was für ein Quark.

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