Ubuntu zeigt keine Kernel-Version mehr an

21 September 2012 9 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Ich weiß nicht, ob Canonical das angekündigt hat und mir das nur entgangen ist oder ob diese Änderung eher heimlich gemacht wurde. Es ist auch gar nichts Weltbewegendes, aber interessant finde ich es trotzdem.

Ubuntu zeigt in GRUB in Version 12.10 „Quantal Quetzal“ Beta keine Kernel-Versionen mehr an. Es sind nur noch die Boot-Einträge Ubuntu und Advanced options for Ubuntu zu lesen. Der normale Anwender muss eigentlich nciht wissen, welchen Kernel er installiert hat und der Fortgeschrittene weiß sich mittels uname -a sowieso zu helfen. Canonical will dem Open-Source-Betriebssystem offensichtlich ein bisschen das Geek-Image nehmen.

Update: In einem Kommentar wurde ich gerade darauf hingewiesen, dass diese Änderung durch GRUB 2 hervorgerufen wird. Vielen Dank – man lernt nie aus! 🙂

Ubuntu: Keine Kernel-Anzeige mehr

Ubuntu: Keine Kernel-Anzeige mehr

Das ist mir gerade aufgefallen, nachdem ich mein System mehrmals neu starten musste, weil das nächtliche Update von Ubuntu 12.10 nur einen schwarzen Bildschirm erzeugte. Den Startklang konnte ich sogar noch hören, aber sonst ging nichts mehr. Zum Glück hatte das System auch noch den alten Kernel (3.5.0-13) auf dem System, da dieses Problem nur mit 3.5.0-15 auftrat. Allerdings sagte mir das System gestern, es könne nur ein teilweises Update machen. Auch nach dem Start des Kernel 3.5.0-13 und einem kompletten Update, zeigt mir das Betriebssystem nur einen schwarzen Bildschirm – ein dist-upgrade mit Folgen – sehr nervig. Gut, pack ich Dich eben wieder ein Ubuntu 12.10 und warte, bis Du erwachsen bist. Das Problem hängt irgendwie mit dem Grafiktreiber zusammen – aber ich habe keine Lust zu suchen.

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9 Kommentare zu “Ubuntu zeigt keine Kernel-Version mehr an”

  1. axt sagt:

    Als Versionsjunkie finde ich das Weglassen zwar nicht schön, aber unter "Advanced options for Ubuntu" sind sie ja weiterhin mit Versionsnummern aufgeführt - muß ja auch, wenn man mehrere installiert hat.

    Quantal-Kernel (die richtigen, nicht die Mainline) fahre ich seit knapp 4 Monaten (also seit es sie gibt) unter Precise (und seit Montag komplett Quantal). Die an sich machen hier keine Probleme (weshalb ich 3.2er komplett gelöscht habe). Leider wird Quantal final nur Kernel 3.5 mitbringen, jedenfalls sieht es sehr stark danach aus (Kernel-Freeze ist am 2012-10-04), obwohl im Mainline-Repo auch 3.6er Vorversionen liegen.

    Wenn Quantal dann am -18 erscheint, somit nicht mit aktuellem Kernel (der dann sicherlich final ist). Sehr schade, denn Quantal als erste Version nach einer LTS ohnehin als Spielwiese geltend hätte durchaus einen brandaktuellen Kernel verdient.

    • jdo sagt:

      Der 3.5.0-15 will bei mir die Grafik nicht starten - schaltet den Bildschirm komplett aus. Nicht mal über die F-Konsolen sehe ich noch etwas. Der Kernel 3.5.0-13 funktioniert ...

    • jdo sagt:

      Ähm, Kernel 3.0.15-13 startet zwar die Grafik, aber ich habe keine Startleiste, kein Dashboard ... also Unity ist unbenutzbar nach dem Update ... ich warte mal ein paar Tage und zieh mir dann ein Nightly Build - so ist das kein Zustand ...

      • axt sagt:

        Aktuell läuft aber 3.5.0-15.22. 😉 Du brauchst ja kein Daily Build ziehen, sondern einfach nur updaten. Solltest Du dafür kein Netz haben, kannst Du die .deb-Files auch über ein anderes System zusammenklauben und mit dpkg installieren.

        http://archive.ubuntu.com/ubuntu/pool/main/l/linux/

        Btw., man braucht auch nicht ständig Dailies komplett neu ziehen, sondern kann zsync nutzen (checkt die Unterschiede beider .iso-Files, zieht nur eben die, baut daraus das aktuelle .iso und checkt sha).

        • jdo sagt:

          Das hab ich gerade auch versucht und dermaßen geflucht. Die root-Konsole der Recovery-Option bindet / als Read-Only ein - wie zur Hölle soll ich da aktualisieren oder etwas ändern? Ok, den grafischen Safe-Modus aktiviert -> hängt sich auf. Das Ganze noch einmal bis zu grafischen Safe-Modus, der mich dann wieder auf die Recovery-Konsole bringt, aber / vernünftig einbindet -> nun die root-Konsole gestartet.

          Da kein WiFi -> Netzwerkkabel angeschlossen. ifup eth0 -> nicht gefunden. dhclient eth0 -> nicht gefunden. Netzwerkmodul händisch eingebunden -> dhclient eth0 -> Netzwerk *Eureka*. apt-get update && apt-get upgrade -> System auf dem aktuellen Stand. apt-get dist-upgrade -> System auf dem aktuellen Stand. apt-get install nvidia-current *rödel rödel* -> selbes Ergebnis. Nun mag ich nicht mehr ... brauch eine Ubuntu-Pause nach diesem Erlebnis *g*

          Geht es nur mir so, oder waren früher als Beta bezeichnete Versionen wesentlich stabiler? Das gilt nun nicht nur für Ubuntu. Was man den Leuten heutzutage als Beta vor die Füße wirft, fühlt sich wirklich eher nach Alpha an ... ich sag nur ownCloud 4.5 Beta -> auch so eine Katastrophe. Da funktioniert wirklich gar nichts.

  2. Moritz sagt:

    Das ist keine Änderung die von Ubuntu kommt, sondern von GRUB 2!
    Bei anderen Distributionen (z.B. Gentoo mit >=sys-boot/grub-2.0) ist das inzwischen ebenfalls so, die genauen Kernel-Versionen sind im Advanced-Options-Menü.

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