Kaspersky: Android-Trojaner haben sich im Q2 2012 verdreifacht

17 August 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Kaspersky Logo 150x150Der Erfolg von Android zieht natürlich auch die Bösewichte an. Die Anzahl der Trojaner und anderem Schadcode-Mist hat sich laut Kaspersky im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem ersten verdreifacht. Nennt mich paranoid, aber diese Entwicklung ist beunruhigend.

Nun muss man das Ganze allerdings etwas relativieren. Kaspersky zählt dabei alle einzigartig gesammelten Beispiele von Schadcode – also gelistet nach dem erzeugten Hash. Nun kann es also sein, dass sich aus einer Familie hunderte von Viren verbreiten, die nur ganz geringfügig verändert wurden, im Prinzip aber das gleiche tun. Das lässt natürlich die Anzahl rasant in die Höhe schnellen.

Kaspersky: Malware-Bericht Q2 2012

Kaspersky: Malware-Bericht Q2 2012 (Quelle: securelist.com)

Die Konkurrenz von F-Secure hat ebenfalls einen Malware-Bericht (PDF) ausgegeben und belichtet das Problem etwas anders. Man geht im Detail auf die Stämme (Familien) oder die Varianten des digitalen Ungeziefers ein und somit ist das Maß etwas realistischer. Im zweiten Quartal 2012 haben die finnischen Sicherheits-Spezialisten 40 neue Familien und Varianten gefunden.

Beide Firmen sind sich allerdings einig, dass Android derzeit im Fokus der Cyberkriminellen liegt und die Lieblings-Plattform für Malware-Schreiber ist. Also liebe Android-Anwender: Aufpassen, was da so kreucht und fleucht!

Interessant finde ich auch, was Kaspersky über Mac OS X zu sagen hat – von wegen keine Viren auf den Apple-Spielzeugen! Hier gibt es 50 neue Schädlinge, was gegenüber 72 vom Quartal davor, ein Rückgang ist. Allerdings hat das FlashFake-Botnet schon eine Delle in das Mac-Image geschlagen und Kaspersky sagt, dass über 700.000 Macs infiziert waren.

Sehr beliebt sind immer noch Angriffe über verseuchte Webseiten oder schädliche Links. In Sachen angegriffene Software stehen Adobe Reader und Java ganz oben und machen zusammen 67 Prozent aus.

Auf der Länderliste der Virenschleudern via Web steht Deutschland nach Holland (12 Prozent), Russland (14 Prozent) und den USA (30 Prozent) mit 10 Prozent auf dem vierten Platz.

Es gibt noch weitere Statistiken und Informationen in den Sicherheits-Berichten. Zum Beispiel werden die Länder in Risikogruppen eingeteilt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion ist. Deutschland ist in Sachen “Gefahr aus dem Web – verseuch Deine Rechner beim Surfen” als mittel gefährdet eingestuft. In Sachen “lokale Infektion” ist Deutschland dunkelgrün, was niedrigste Gefahrenstufe bedeutet.



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