Günstiger Farb-eBook-Reader für unter 60 Euro

30 August 2012 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)
Günstiger eBook-Reader mit Farbdisplay

Günstiger eBook-Reader mit Farbdisplay

Ich gelte als der Geek vor Ort und immer wenn Freunde nach Deutschland reisen, fragen sie mich über meine Meinung zu diversen elektronischen Geräten. Da Tauchlehrer an sich nicht am oberen Ende der Gehaltsliste stehen, steht in erster Linie das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vordergrund. Die Anforderungen laden oft zum Schmunzeln ein, da es Aussagen gibt wie: Ich hätte gerne so ein Angry-Birds-Phone. Aber das ist ok – ich weiß, was gemeint ist und nicht jeder verbringt die meiste Zeit des Tages vor dem Computer.

Nun hatte ich folgende „Aufgabenstellung“ bekommen: „Ich hätte gern so ein Kindle-Ding, aber 100 Euro sind mir zu teuer. Gibt es das nicht billiger – so um die Hälfte?“ … meine erste Frage ist immer: „Was wilslt Du damit machen“. Das ist natürlich beim Kindle offensichtlich, aber ich frage trotzdem, um sicher zu gehen. Die Antwort ist natürlich: eBooks lesen. Was als Zusatz kam, fand ich interessant: „So ein Farb-Display wäre auch schön, dann kann ich Fotobücher durchstöbern und andere Magazine lesen“. Somit schied der normale Kindle schon gleich doppelt aus: Preis und Farbdisplay.

In so einem Fall hilft natürlich Dein Freund die Suchmaschine. Nach einigem Stöbern bin ich auf diesen alternativen eBook-Reader bei Weltbild gestoßen. Der kostet zwar nicht die Hälfte, aber ist mit 59,99 Euro sehr nah an den Anforderungen.

Der Reader bringt einen 7″-Bildschirm mit sich und hat einen Lagensensor. Also lesen ist im Hoch- oder Querformat problemlos möglich. Die Hersteller verprechen eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden. Das schlägt der Kindle natürlich locker, allerdings bringt dieser Reader eine Hintergrundbeleuchtung mit sich. Meine Bekannte wird nach der Arbeit lesen und da ist ein beleuchtetes Display nicht unbedingt ein Nachteil – finde ich. Die 2 GByte Speicher dürften auch eine ganze Weile reichen, zumal es noch einen Einsteckplatz für Speicherkarten der Typen micro-SD / -SDHC gibt. Als Formate unterstützt das Gerät EPUB, PDF, TXT und FB2 mit Adobe DRM. Bilder in den Formaten JPG, BMP, GIF, PNG werden ebenfalls angezeigt.

Das Gerät hat sogar noch einen MP3-Player integriert und spielt die Audioformate MP3, OGG, WAV und WMA ab. Die mitgelieferten Kopfhöhrer sind nur nebensächlich. Ich tendiere dazu, diese gegen vernünftige auszutauschen – aber man kann sich ja mal überraschen lassen.

Also das Gerät gefällt meiner Bekannten soweit und ich finde es auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ich bin gespannt, was sie über den Reader sagt, wenn sie ihn in den Händen hält.

Dieser eBook-Reader lässt sich sicherlich auch perfekt mit Calibre benutzen. Wie das geht, habe ich hier beschrieben.

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3 Kommentare zu “Günstiger Farb-eBook-Reader für unter 60 Euro”

  1. dion sagt:

    läuft ein linux drauf und könnte man es rooten?

    • jdo sagt:

      Ich kann es Dir ganz ehrlich nicht sagen - meine Aufgabe war einen günstigen Reader für meine Bekannte zu finden. Was da drauf läuft - keine Ahnung ...

      • Georg sagt:

        Stand im Weltbild-Laden auch davor...nein, es ist kein Linux drauf, nur irgendein geschlossenes System. Wenn es nicht extra für das Device erstellt wurde (wie bei MP3-Playern) ist es OEM-Ware von irgendeiner unbekannten Softwareschmiede. Da ist nix mit rooten und hacken. 😉

        Übrigens fand ich bei dem Gerät für einen EBook-Player die Wartezeiten beim Umblättern und die Auflösung des Bildschirms zu schlecht. Der Lagesensor funktionierte auf meinem Testgerät aber sehr gut, es war auch gut verarbeitet, nix klapperte. Die Kopfhörer habe ich nicht angehört, sie sehen aber sehr billig aus. Für nur wenig mehr bekommt man bereits brauchbare Android-Tablets die die Funktionen des Weltbild-Readers in gleicher Qualität bieten und dazu das volle Android. Habe z.B. ein Viewpad 7e, und ich wüsste nicht was der Weltbild Reader besser kann. Zur Akkulaufzeit kann ich aber nix sagen. Mein Tablet würde wohl keine 8 Stunden halten... ;-D

        Falls der Reader nicht passt, schaut mal bei Pearl. Dort gibt es Tablets und Ebookreader auf ähnlichem Preisniveau (Tablets 20-40 Euro teurer). Die Touchlets sollen ganz brauchbar sein, auch deren MP3-Player waren früher recht brauchbar als Einstiegsgeräte. Ich denke mal die Ebook-Reader werden es auch schaffen ein Buch zuverlässig anzuzeigen.

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