Firefox 14 Beta mit verbesserten Sicherheits-Funktionen

10 Juni 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Firefox LogoVor wenigen Tagen, kurz nach der Herausgabe von Firefox 13, haben die Mozilla-Entwickler eine erste Beta-Version des Browsers in Version 14 zur Verfügung gestellt. 2 oder eigentlich 2,5 der Neuerungen stehen im direkten Zusammenhang mit der Sicherheit des Anwenders.

Ab dieser Version leitet Firefox alle Suchanfragen bei Google per Standard durch SSL – also HTTPS ist aktiviert. Damit fällt es Schnüfflern schwerer, persönliche Daten zu sammeln. Ebenso können damit Mechanismen umgangen werden, die unter Umständen Such-Resultate zensieren. Die Firefox-Entwickler wollen SSL-Suchanfragen auch bei anderen Suchmaschinen-Anbietern künftig aktivieren – sofern diese SSL anbieten.

Ebenso wurde die Anzeige zur Identität einer Webseite in der Awsome Bar geändert. EIn kleiner Globus neben dem Domänen-Namen verrät, dass die Seite nicht mit SSL verschlüsselt ist. Solche Webseiten erhalten ein kleines Schloss und das https wird angezeigt. Internetauftritte, die mit einem „Extended Validation“-Zertifkat versehen sind, haben sogar ein grünes Schloss und enthalten den Namen des Seitenbesitzers. Auf Webseiten mit gemischten http– und https-Inhalten wird ein grünes Dreieck angezeigt.

Firefox 14 Identitäts-Anzeige normal

Normale Anzeige (Quelle: mozilla.org)

Firefox 14 Identitäts-Anzeige SSL

SSL (Quelle: mozilla.org)

Firefox 14 Identitäts-Anzeige Extended Validation

Extended Validation (Quelle: mozilla.org)

Firefox 14 Identitäts-Anzeige Gemischt

Gemischtes http und https (Quelle: mozilla.org)

Als nächste Schritte möchten man Anwendern auch mitteilen, wenn sie sensible Daten über eine verschlüsselte Verbindung weitergeben und wenn der Nutzer Daten erstmalig an eine Seite übermittelt. Ebenfalls in der Planung ist eine Beziehungs-Statistik mit der besuchten Seite. Als Beispiel geben die Entwickler an, wie oft man einen bestimmten Internetauftritt besucht hat.

Die beiden oben genannten waren nun also 2x Sicherheit. Was ich als 0,5 Punkte Sicherheit betrachte ist das Click to Play – oder anders – mit Firefox 14 kannst Du nun selbst entscheiden, wie das Abspielverhalten von Dingen wie Flash und Quicktime funktioniert. Sollte diese Funktion aktiviert sein, fügt Firefox einen „Play“-Knopf hinzu, der auf Klick anfängt, die Inhalten abzuspielen. Das ist nicht nur für die Sicherheit schön, sondern spart auch wertvolle Bandbreite, was wiederum bei mobilen Verbindungen nett ist. Künftige Versionen dieser Funktion sollen noch weitere und spezifischere Konfigurations-Möglichkeiten bieten. Wer mit dem Click to Play schon mal spielen möchte, muss via about:config den Parameter plugins.click_to_play auf true setzen.

Ab Firefox 14 Beta gibt es nun auch native Unterstützung für Vollbild in Mac OS X 10.7 „Lion“. Des Weiteren haben die Entwickler an der Awesome Bar geschraubt und dieser ein URL Auto-Complete spendiert. Während Du also einen Domänen-Namen in der URL-Zeile eintippst, versucht die Awesome Bar das Orakel zu mimen.

Für Enwickler ist erwähnenswet, dass die Pointer Lock API nun implementiert ist. Das war früher als Mouse Lock bekannt und damit ahst Du Zugriff auf die Delta-Mausbewegungen und kannst die Position nicht nur anhand der absoluten Position bestimmen. Die Funktion befindet sich allerdings noch in einem experimentellen Stadium. Mit einer neuen API kann man das Einschalten des Bildschirmschoners verhindern.

Du findest diese Informationen auch in den Veröffentlichungs-Notizen zu Firefox 14 Beta. Herunterladen kannst Du die Testversion des kommenden Mozilla-Browsers in der Beta-Sektion der Projektseite. Wie üblich gibt es Pakete für Linux, Mac OS X und Windows. Eine deutsche Version ist auch vorhanden. Dine finale Version ist für den 17. Juli 2012 angesetzt.

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