Das Anwender-freundliche Fedora: Kororaa 17 (Bubbles) Beta ist veröffentlicht

4 Juni 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Kororaa Logo 150x150Einen Namen in der Szene hat sich Chris Smarts Distribution Kororaa mit der 3D-Aha-Effekt gemacht. Im März 2006 gab es eine Live-CD mit Xgl und dem darauf aufbauenden Compiz-Fenstermanager gegeben. Ich war wahrscheinlich nicht der einzige, der damals Bauklötze gestaunt hat und den Würfel oft genug drehen konnte :).

In der Zwischenzeit ist aus Kororaa ein Anwender-freundliches Fedora geworden und an diesem Konzept hält auch Version 17 fest. Neben GNOME 3.4 und KDE 4.8 befindet sich auch das von Linux Mint entwickelte Cinnamon an Bord. Unter der Haube schnurrt Linux-Kernel 3.3.7.

Laut eigener Aussage arbeitet man derzeit an einem Weg, dass Anwender früherer Ausgaben einfach aktualisieren können. Für die beta-Version ist das allerdings noch nicht möglich.

Kororaa 17 Desktop KDE

Kororaa 17 Desktop: KDE (Quelle: kororaa.org)

Als Basis dient das gerade erschienene Fedora 17 „Beefy Miracle“, wurde aber von den Entwicklern etwas aufgepeppt. Die Umgebungen GNOME und KDE wurde laut den Machern etwas angepasst. Dann gibt es noch Repositories von Drittanbietern per Standard. Damit lassen sich unter anderem Adobe-Prdoukte, Chrome, RPMFusion und VirtualBox auf einfache Weise installieren.

Firefox ist weiterhin der Standard-Browser und wurde auch in KDE integriert. Weiterhin wurde der Mozilla-Browser, der in wenigen Tagen als Version 13 erscheinen wird, mit einigen Erweiterungen ausgestattet. Im Detail sind das Adblock Plus, DownThemAll, Flashblock und Xclear.

Als Microblogging-Clients dienen Choqok für KDE und Empathy für GNOME. Die Entwickler sprechen auch von voller Multimedia-Unterstützung – außer Flash, für das es aber einen einfachen Installations-Assistenten gibt.

Mite dem Jockey-Gerätemanager hast Du alle Treiber, wie die von AMD/ATI und NVIDIA im Griff. Des Weiteren sind die Video-Editoren Kdenlive für KDE und OpenShot für GNOME an Bord. Der Standard-Multimedia-Player ist VLC. SELinux ist aktiviert, was vor allen Dingen wegen Flash Sinn macht.

Kororaa 17 Desktop Cinnamon

Kororaa 17 Desktop: Cinnamon als GNOME-Alternative (Quelle: kororaa.org)

Kororaa 17 Beta steht für die Architekturen x86 und x86_64 zur Verfügung. Du kannst Dir verschiedene Live-DVDs aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Cinnamon ist nur in der GNOME-Version verfügbar, die KDE-Ausgabe bietet diese Alternative nicht: Kororaa-17-Beta-i686-Live-KDE.iso (1,7 GByte), Kororaa-17-Beta-i686-Live-GNOME.iso (1,4 GByte), Kororaa-17-Beta-x86_64-Live-KDE.iso (1,7 GByte), Kororaa-17-Beta-x86_64-Live-GNOME.iso (1,4 GByte). Feedback ist herzlich Willkommen!

Einige bekannte Fehler gibt es allerdings noch in der Beta-Version. In der GNOME-Version lässt sich keine Sitzung für den Live-Anwender beim Anmeldebildschirm auswählen. Als Workaround sollen Tester ein Passwort für den Anwender liveuser setzen. Ebenfalls fehlt in der GNOME-Ausgabe der Menüeinrtag für das Ausschalten des Rechners. Anwender sollen die Taste Alt gredrückt halten oder das Plugin Alternative Status Menu via GNOME Tweak Tool aktivieren. Jockey liefert derzeit keine Treiber für ATI-Karten. Der proprietäre fglrx-Treiber ist derzeit nicht mit X.Org 1.12 kompatibel. Hier wartet man schlicht auf eine aktuellere Version.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten