procps-ng für Fedora 18 abgesegnet – Lennart Poettering sauer

16 Mai 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Fedora Linux LogoWie in der Mailing-Liste von Fedora zu lesen ist, wurde procps-ng für Fedora 18 „Spherical Cow“ abgesegnet. Dieser Schritt hat eine kleine Schimpftirade von Lennart Poettering (SystemD, PulseAudio) ausgelöst. Er glaubt, dass dies eine wirklich schlechte Idee ist. „-ng“-Pakete seien keine Features, sondern Fehlfunktionen.

Karel Zak habe bereits gesagt, dass er procps in util-linux integrieren möchte. Der Entwickler ist für upstream und downstream von util-linux zuständig. util-linux sei der wesentlich bessere Ort für diese Utilities. Somit sei sichergestellt, dass Entwickler gemeinsam Zugriff auf den Code, die Entwicklungs-Infrastruktur, das Build-System, die Dokumentation, den Ausgabe-Zyklus und die Wartung haben.

Poettering versteht nicht ganz, warum man den Aufwand eines Übergangs betreibt, wenn dabei Pest durch Cholera ersetzt würde. Seiner Meinung nach ist die einzig richtige Lösung, procps in util-linux zu integrieren.

Zwei so ähnliche Pakete seien sinnlos. Beide hatten lange Durststrecken in ihrer Geschichte, wo sie nur vor sich hindümpelten. Es sei viel einfacher, nur ein Paket zu warten und darauf ein Auge zu werfen. Poettering wiederholt sich an dieser Stelle einige Male, wie sinnlos es ist, zwei Pakete zu haben, die im Prinzip das Gleiche tun.

Ihm wäre am liebsten, wenn die FESCO (Fedora Engineering Steering Committee) die Entwickler hinter procps-ng bitten würden, bei der Integration ihrer Tools in utils-linux behilflich zu sein. Gemeinsam statt sich auseinander zu entwickeln benutzt er hier als Stichwort. Weiterhin ist Poettering der Meinung, dass die FESCO Entwicklern einen Schubs in die richtige Richtung geben und auf Kollektivarbeit drängen sollte. Er bittet am Ende seiner Mitteilung sogar darum, dass FESCO als ein Kapitän das Schiff richtig leitet. Dafür seien sie schließlich da.

procps ist eine Ansammlung kleiner Tools, die Informationen über das /proc-Dateisystem ausgeben. Dazu gehören die programme ps, top, vmstat, w, kill, free, slabtop und skill. Wie schon mehrfach erwähnt, unterscheidet sich procps-ng nicht viel davon. Genau genommen ist es ein Fork, der von Fedora- und openSUSE-Entwicklern angestoßen wurde. Aus procps-3.2.8 ist procps-ng-3.3.0 entstanden.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten