Ubuntu 12.04 LTS: PAE-Kernel oder nicht PAE-Kernel, das ist hier die Frage

13 Dezember 2011 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Es gibt derzeit eine Diskussion, ob man einen nicht-PAE-Kernel für Ubuntu 12.04 ausliefern soll. Das Kernel-Team hätte gerne keinen mehr, weil es die Wartung für Precise Pangolin, die immerhin fünf Jahr ist, vereinfachen würde.

Für einige ist dieser Schritt zu groß, hat Martin Pitt in einer Nachricht “Minutes of the Technical Board meeting (2011-12-12)” an die Mailing Liste geschrieben. Es gebe immer noch eine beachtliche Anzahl an Anwendern, die ein nicht-PAE-System betreiben. Diese Aussage basiert auf Daten des Launchpad-Bug-Berichts. Ebenso sei es keine so große Aufgabe, diese Extra-Geschmacksrichtung weiter zu pflegen. Man könne das zum Beispiel nicht mit dem -ti-omap4-Kernel vergleichen der einen komplett eigenen Quellbaum hat.

Weiterhin würde man einen Mechanismus brauchen, der nicht-PAE-System abhält, auf die neueste Version zu aktualisieren, wenn kein PAE vorhanden ist. Man hat sich jedoch darauf geeinigt, bei Precise per Standard einen PAE-Kernel auf i386-Systemen auszuliefern. Der nicht-PAE-Kernel wird dann ab Version 12.10 Geschichte sein. Somit hätten nicht-PAE-Anwender weitere fünf Jahre Zeit, sich einen neuen Rechner anzueignen.

Ebenso erwähnenswert ist, dass Kubuntu ebenfalls für fünf Jahre unterstützt werden soll. Das Problem dabei ist, dass viele Edubuntu-Pakete, die nicht in Ubuntu enthalten, in Kubuntu zu finden sind. Für gewisse pakete kann man aber keine fünf Jahre Unterstützung garantieren. Aus diesem Grund würden diese entfernt. Das gilt zum Beispiel auch für GBrainy. Man ist nicht gewillt, die Mono-Abhängigkeiten dieser Anwendung für fünf Jahre zu unterstützen. Immerhin wird das Programm in Universe enthalten sein oder möglicherweise in einem Extra-Meta-Paket.

iTalc fliegt ebenfalls, weil es nicht weiter gewartet wird. Als Ersatz haben sich die Entwickler auf Epoptis geeinigt. Das hat zwar weniger Funktionen, wird aber noch aktiv entwickelt.

  • Mandriva Linux 2011
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3 Kommentare zu “Ubuntu 12.04 LTS: PAE-Kernel oder nicht PAE-Kernel, das ist hier die Frage”

  1. dAnjou sagt:

    Schön geschrieben, danke. Sowas will ich mehr im Planeten sehen, nicht immer diese abgetippen Release-Meldungen (hab ich von dir noch nicht gesehen).

  2. bostaurus sagt:

    Bei mir läuft z. Zt. Xubuntu 12.04 LTS Alpha auf einem 32-bit-Rechner mit 8 GB Arbeitsspeicher.Den PAE-Kernel, der damit auch etwas anfangen kann, muss ich im Augenblick alerdings jedes Mal von Hand nachinstallieren. Insofern sehe ich noch nicht, fass es ab jetzt nur noch die PAE-Version gibt.

  3. Michael sagt:

    Vollständigkeitshalber erwähne ich hier die neusten Erkentnisse vom entsprechenden Bug-Report (https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/linux/+bug/930447 ). Dort wird im Komentar #105 erklärt wie Ubuntu 12.04 mit dem offiziellen Desktop-CD-Abbild auf non-PAE Computer installiert werden kann. Der Witz ist, dass nicht der PAE-Kernel selbst das Problem darstellt, sondern syslinux vom CD-Abbild. Hoffentlich werden sie das für Ubuntu 12.04.1 verbessern. Wäre irgendwie schade ansonsten...
    Übrigens gibt es auch einen Mini-Artikel im Wiki von ubuntuusers.de http://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_Precise_installieren_auf_non-PAE_Systemen

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