GNOME-2-Fork MATE auch für Fedora?

9 Dezember 2011 11 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Fedora Linux LogoEs findet gerade eine Diskussion zwischen Fedora-Entwicklern statt, ob MATE auch in Fedora 17 oder 18 eingebunden werden soll. Allerdings zeigen sich nicht alle glücklich über dieses Gespräch. Des unabhängige Fedora-Entwickler, Eric Smith, hat das Streitgespräch auf den Weg gebracht, indem er Review-Anfragen für die Pakete mate-doc-utils und mate-corba beantragt hatte.

Damit löste er eine recht lebendige Diskussion aus. Sofort prasselten Fragen ein, ob MATE tatsächlich aktiv gepflegt wird, oder dies mehr eine Ein-Mann-Show ist. Ebenso wird hinterfragt, ob MATE überhaupt noch da sei, wenn Fedora 18 debütiert. Weitere Meinungen sind, dass die Mannstunden für MATE besser in GNOME3, Xfce oder LXDE aufgehoben seien.

Zwischendrin wurde dann sogar hinterfragt, was denn mit Trinity Desktop (Fork von KDE 3.5) sei. Das könnte man doch auch in Fedora aufnehmen, weil es schon länger auf dem Markt sei und das nicht ganz ohne Erfolg. Es ist nichts entschieden und die Entwickler diskutieren noch aktiv.

Die Pros und Kontras sind ganz interessant zu lesen. Im Prinzip geht es darum, dass viele Anwender mit GNOME3 nicht ganz glücklich sind und man diesen mit MATE eine GNOME-Alternative gibt. Das Kontra ist, wenn etwas nicht funktioniert, sollte man es reparieren, anstatt noch eine Baustelle aufzumachen.

Die erste große Distribution, die MATE per Standard mit ausliefert ist Linux Mint 12.

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11 Kommentare zu “GNOME-2-Fork MATE auch für Fedora?”

  1. FERNmann sagt:

    Ich halte es für Unsinn, GNOME 2 durch MATE weiter zu pflegen. Wollen die Nutzer tatsächlich das ganze GNOME 2 (ist eine riesige Codebasis) oder durch nur GNOME-Panel? Das kann man ja auf GNOME 3 portieren. So etwas ähnliches machen die Linux-Mint-Leute mit ihren GNOME Shell Extensions ja auch.

  2. lrz sagt:

    MATE ist so ein Fail. Ein Ein-Mann-Projekt von einem, der mir auch nicht sehr kompetent erscheint hockt auf alten und obsoleten Technologien (Bonobo, libgnome, GConf, ...) und einer riesigen Codebasis rum, die zuvor von Hundertschaften von Entwicklern gemaintained wurde. Das Projekt kriegt ja nichtmal eine englischsprachige Webseite hin. Zudem muss der ganze Namensraum der Bibliotheken des Gnome-Projekts für Mate migriert werden, damit es nicht mit Gnome kollidiert.

    @FERNmann: Das Gnome-Panel ist bereits auf Gnome 3 portiert. Es gibt Null Grund für Mate.

  3. walther sagt:

    @ Irz

    es gibt aber auch ernsthaft null grund für das gesamt-thema "desktop-ins-gesicht-weil-wir-alle lange-weile-haben.de". seit Xp hab ich eigentlich nich mehr den eindruck, dass irgendwer irgenwas vermisst. natürlich kann mans immer n bissl kreativer machen und irgendwie dran schrauben, aber das grundbedürfnis is seit weit über 10 jahren zur zufriedenheit aller anwender maßgeblich gedeckt. worans fehlt wär mal n adressbuch. hat keiner bock drauf? nein? PIM wird nich gebraucht, wa? hätts mir denken können. ja dann bastelt halt alle weiter an eurem bunten bildern, ich speicher eure gesamten personellen daten derweil bei google in der cloud.

    • jdo sagt:

      Perönlich muss ich aber auch sagen, dass die Entwicklerwut des MATE-Projekts besser in Xfce, LXDE oder sogar Fluxbox aufgehoben wäre. GNOME hat sich entschieden, einen anderen Weg zugehen. Die Linuxer haben so viel Auswahl für Desktop-Umgebungen ... ich wiederhole mich hier, aber die "Geeks" haben genug Alternativen - um Linux auf dem Desktop voranzutreiben gilt es Mac- und Windows-Anwender zu überzeugen ...

    • lrz sagt:

      Gerade Gnome 3 ist doch das Gegenteil von "Desktop-ins-Gesicht". Ich finde, dass sich dort der Desktop sehr schön im Hintergrund hält, bzw. kaum mehr wahrnehmbar und schön reduziert ist. Weniger Leisten, weniger Menüs etc., so dass man sich auf die eigentlichen Anwendungen konzentrieren kann ohne abgelenkt zu werden.

  4. eisbaer sagt:

    man kann auch kde eine oberfläche verpassen, die gnome2 zum verwechseln ähnlich aussieht.

  5. Nice&Gently sagt:

    Da mich eher das Machen als bit fressende Diskussionen interessiert habe ich RPM'S für fedora 16 gebaut und in einem Repo bereit gestellt.
    http://dl.dropbox.com/u/49862637/Mate-desktop/mate-desktop-fedora-updates/16/x86_64/mate-desktop-release-16-3.fc16.noarch.rpm
    Mehr Info's hier:
    http://www.fedoraforum.de/viewtopic.php?f=31&p=123877#p123877

  6. Nice&Gently sagt:

    wo bitte ist den mein Komentar?

  7. Nice&Gently sagt:

    Opps, einmal yum install reicht

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