Bald jeden Monat eine neue Ubuntu-Version?

9 September 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Es wurde ein Vorschlag für einen neue Veröffentlichungs-Strategie von Ubuntu-Ausgaben eingereicht. Darin ist zu lesen, dass es künftig jeden Monat eine neue Ubuntu-Version gibt und nicht alle sechs Monate. Der Vorteil wäre laut Antragsteller Scott James Remnant, dass neue Ubuntu-Funktionen nicht nur alle sechs Monate in die Distribution gezwängt werden müssten. Sie würden dann implementiert, wenn sie auch fertig und funktionabel sind.

Scott James Remnant ist nicht irgendwer, sondern war früher bei Canonical angestellt und ist nun Ubuntu Developer Manager. der nun für Google arbeitet. Er ist immer noch Mitglied im Ubuntu Technical Board.

Remnants Argumente sind, dass der Release-Zyklus von sechs Monaten zu viel Chaos verursache und zu wenig Entwicklungszeit biete. Ebenso würden Entwickler unter anderem danach bezahlt, wie viele ihrer Funktionen es in den Feature Freeze schaffen. Darunter leide die Qualitätsabnahme.

Es sei nicht gut, wenn man neue Funktionen einbringt, die halb fertig sind und die Anwender dann auf spätestens die LTS-Ausgabe (Long Term Support oder Langzeitunterstützung) vertröstet. Zwei dieser neuen Funktionen sind Unity und das Ubuntu Software Center. Viele Leute sind mit Unity gar nicht glücklich.

Geht es nach Remnant soll der neue Ausgabe-Prozess bereits nach der Fertigstellung von Ubuntu 11.10 „Oneiric Ocelot“ beginnen. Danach sollte es Ubuntu 11.11 im November, Ubuntu 11.12 im Dezember und so weiter geben. Ubuntu würde sich mehr zu einer Rolling-Distribution entwickeln.

Wer eine stabile Version wünscht, bleibt einfach auf „release“ in der APT-Quelldatei. „Beta“ für die Testfreudigen und „Alpha“ für risikobereite Anwender. Ist eine Funktion fertig, landet diese zunächst in „Alpha“, dann „Beta“ und danach wird ausgegeben. Also ähnlich wie es bei Debian ist.

Die Idee ist sicherlich interessant. Ob sich Canonical allerdings darauf einlässt steht auf einem ganz anderen Blatt. Zumindest wird man bei Canonical und unter den Ubuntu-Entwicklern darüber sprechen, unvollständig getestete Software auf Anwender loszulassen. Sie finden Remnants Vorschlag in seinem Blog.

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