Wikileaks Julian Assange hat Facebook als fürchterliche Spionage-Maschine bezeichnet

3 Mai 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

WikiLeaks Logo 150x150Julian Assange ist bekanntlich der Gründer von Wikileaks und hat schon fast den Status eines digitalen Robin Hood. Er lässt kein gutes Wort am sozialen Netzwerk-Giganten Facebook. Er hat die „Deine Privatsphäre ist mir doch egal“-Firma als „fürchterliche Spionage-Maschine bezeichnet“. Darüber hinaus warnt er vor dem Aufbau einer umfassenden Datenbank.

Gegenüber Russia Today warnte er Anwender, dass sie freiwillig Daten für eine Datenbank zur Verfügung stellen, auf die Sicherheitsdienste aus den USA Zugriff haben. Als Grund für seine Schimpftirade gab er an, dass Facebook die komplexeste Datenbank über Menschen hätten. Dazu gehören Beziehungs-Status, Namen, Adressen, Wohnorte, Gespräche mit anderen, Verwandte – und alles liegt in den USA.

Allerdings schob er nicht Facebook allein den Schwarzen Peter für Zugriff durch Sicherheits-Dienste zu. Er deutete mit dem Finger auch auf Google und Yahoo!. Solche Aussagen sind natürlich Wasser auf die Mühlen des russischen Geheimdienstes. Diese wollen am liebsten sowieso Skype, Google Mail und Hotmail und sperren lassen.

Natürlich werde Facebook nicht von der US-Regierung betrieben. Aber die Geheimdienste können Druck auf die Firma ausüben, um an deren Daten zu gelangen, sagte Assange. Die Ausgabe von Einzeldaten sei aufwendig und kostspielig. Somit habe man den Prozess einfach automatisiert. Jedes Facebook-Mitglied betreibe somit kostenlose Arbeit für Geheimdienste aus den USA. Das würde derzeit 500 Millionen kostenlose Maulwürfe bedeuten.

Wenn das so ist, stell ich nun gleich mal eine Rechnung an den CIA. Umsonst arbeitet schließlich keiner gerne! In einem Punkt muss ich Herrn Assange allerdings widersprechen. Klar hätte Facebook am liebsten gern alle meine Daten. Aber die können auch nur so viel abgreifen, wie ich da rein tippe. Wenn ich keine Adresse hinterlege, kommen sie an diese auch nicht ran. Ich benutze Facebook gerne, aber meine hinterlegten Daten sind doch so limitiert, dass ich mit dieser Art Datenkrake leben kann. Statt nur auf Facebook einzuprügeln, wären umfangreiche Aufklärungs-Kampagnen für die Nutzer ein besserer und konstruktiverer Ansatz – meine Meinung.

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