Trend Micro Vositzender behauptet, Open-Source-Software ist unsicherer

14 Januar 2011 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Trend Micro Logo 150x150Der Häuptling von Antiviren-Software-Hersteller Trend Micro, Steve Chang, stichelt gegen Open-Source-Software. Diese sei unsicherer als Bezahlware. Als Beispiel nannte er Smartphones. Apples iPhone sei viel sicherer als mit Googles Android betriebene Geräte. Der Grund sei, dass Angreifer bei quelloffenen Produkten mehr über die darunter liegende Architektur wüssten.

Der Chef einer Firma, die selbst Sicherheitsprodukte verkauft, ist also der Meinung, dass Unklarheit besser als gutes Design und gutes Coding ist. Somit sollten ja auch Windows und Mac OS X vor Sicherheit nur so strotzen. Gerade bei Microsofts Windows ist es aber so, dass man gleich nach der Installation einen Virenscanner installieren sollte. Mac OS X ist nicht so viel besser. Die Pwn2Own-Wettbewerbe zeigen immer wieder, wie schnell Apples Betriebssystem geknackt ist. Im Jahre 2008 brauchten Sicherheits-Experten nur zirka zwei Minuten. Ubuntu hielt bis zum Ende des Wettbewerbs stand.

Man kann nun auch nicht behaupten, dass Linux so viel sicherer ist als die anderen. Aber obwohl es Open-Source ist, ist es noch lange nicht unsicherer. Open-Source-Programmierer der prominenten Projekte (die der anderen natürlich auch!) legen schon viel Wert auf ihren Code. Sie wissen genau, dass andere diesen unter die Lupe nehmen werden.

Ein Grund für diesen FUD, den Chang da von sich gibt, könnte natürlich sein, dass Trend Micro erst vor wenigen Tagen eine Sicherheits-Lösung für Android veröffentlicht hat. Diese gibt es für 3,99 US-Dollar. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt, oder? Rauchen ist gesund – gezeichnet Doktor Marlboro, fällt mir dazu nur ein. Flamewar on!

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2 Kommentare zu “Trend Micro Vositzender behauptet, Open-Source-Software ist unsicherer”

  1. Blecht sagt:

    Natürlich muss Trend Micro behaupten, dass FOSS unsicher ist, übrigens sind es immer wieder Trend Micro Produkte, welche durch ihren extrem hohen Sicherheitsstandard auffallen. ^^

    anyway

  2. Atalanttore sagt:

    Der Chef eines Antiviren-Software-Hersteller weiß nicht oder will nicht wissen, dass "security by obscurity" nicht funktioniert.

    Natürlich wollen er und seine Firma möglichst viele Softwarelizenzen verkaufen, aber als Chef einer Sicherheitsfirma sollte man IMHO schon bei der Wahrheit bleiben und keine unbelegten Behauptungen herausposaunen.

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