IBMs Watson: Linux-betriebener Supercomputer schlägt zwei Menschen in Jeopardy

15 Januar 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

IBM Logo 150x150Big Blue hat die Muskeln des Pinguins spielen lassen un ihren Super-Rechner Watson gegen zwei Menschen in einer Runde Jeopardy antreten lassen. Die Tux-Hardware hat gewonnen. Das war aber nur ein Testlauf. Im Februar soll Watson gegen die ehemaligen Jeopardy-Champions Ken Jennings und Brad Rutter antreten: Zwei Spiele, Mensch gegen Maschine.

Im Testlauf schlug Watson die beiden bereits. Insgesamt gab es 15 Fragen. Watson „verdiente“ 4400 US-Dollar, Jenning 3400 und Rutter 1200. In der Show im Februar wird der Gewinner eine Million US-Dollar einstecken. Für Platz Zwei und Drei gibt es immerhin noch 300.000 und 200.000 US-Dollar. IBM will 100 Prozent des Gewinns an wohltätige Einrichtungen stiften. Rutter und Jennings haben sich bereit erklärt, die Hälfte ihres Gewinns zu spenden.

IBM Watson

IBMs Watson (Quelle: IBM)

Katharine Frase, Vize-Präsidentin von IBM Research, sagte gegenüber eWeek, dass man sich erst am Anfang einer Reise befände. Supercomputer wie Watson würden natürliche, menschliche Sprache verstehen. Dazu gehören auch Wortspielereien und Umgangssprache. In Bereichen wie der Medizin oder technischem Support könnte das Einsatz finden. Watson analysiert echte Sprache anhand von einfachen oder auf Schlüsselwörtern basierenden Fragen, um die Frage zu verstehen. Danach durchwühlt der Rechner Millionen von Informationen, die in der Hardware gespeichert sind.

Für Watson sei es am schwersten, die richtige Antwort zu finden – und das Ganze schnell genug. Deswegen eignet sich Jeopardy als Testlauf. Die Fragen können normal, umgangssprachlich oder trickreich gestellt sein. Jeopardy ist viel komplizierter als Schach, sagte IBM-Forscher Ferrucci. Schach könne man mathematisch abfackeln. Jeopardy hätte unendliche Möglichkeiten, Daten weiterzugeben. Watson muss die Hinweise und Kategorien richtig verstehen.

Unter der Haube: Open-Source Linux

Watson besteht aus zehn Racks mit Power 750 Servern, auf denen Linux läuft. Weiterhin hat er ein Riesengehirn, das aus 15 TByte Arbeitsspeicher besteht. 2880 Prozessor-Kerne können laut IBM mit 80 Teraflops operieren. Jedes Power7-System ist in der Lage, tausende von analytischen Algorithmen gleichzeitig ablaufen zu lassen. Die 15 TByte Daten, die in Watson gespeichert sind, liegen in einer DB2-Datenbank.

Der Superrechner benutzt Eclipse als Tool-Plattform. Weiterhin takten unter der Haube Apaches Hadoop und die IBM-Eigenkreation Unstructured Information Management Architecture.

Aktuelle Liste auf top500.org zeigen, dass über 90 Prozent der schnellste Rechner auf Erden mit Linux laufen. Im Jahre 2006 waren das noch 75 Prozent.

Da soll noch mel einer behaupten, dass Pinguine doof sind … Was kostet so ein Watson eigentlich? Wenn es unter eine Million ist, kauf ich einen. Dann meld ich den bei Jauchs Millionär-Show an und schon ist der Watson bezahlt – halt die Stromrechnung …

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