Ubuntu 11.04 Natty Narwhal: Erste Eindrücke zu Unity

30 November 2010 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu Logo 150x150Die erste Alpha-Version von Ubuntu 11.04 Natty Narwahl soll am Donnerstag erscheinen. Die Entwickler haben sich bekanntlich gegen die GNOME Shell und für die Eigenentwicklung Unity entschieden, was nicht unbedingt überall auf Gegenliebe trifft. Canonicals Rick Spencer hat in seinem Blog die ersten Eindrücke zu Unity in Natty zu digitalem Papier gebracht. Dabei vergleicht er Natty Narwahl mit Ubuntu 10.10 Maverick Meerkat, das Unity in der Netbook-Edition per Standard schon einsetzt. Die Bewertungen sind von 0 bis 10, wobei letzteres die Bestnote wäre.

Natty besser als Maverick:

  • Launcher-Geschwindigkeit (3 auf 8): Der Natty-Launcher sei merkbar schneller geworden. Das Ganze fühle sich wesentlich flotter an.
  • Startzeit von Applikationen (4 auf 8): Spencer ist der Meinung, dass die Anwendungen nun in einer angemessenen Geschwindigkeit auf dem Bildschirm erscheinen.
  • Datei-Management (3 auf 6): Der Zugriff auf das übliche Dateisystem sei durch ein großen Nautilus-Symbol einfacher erreichbar. Allerdings müsse man noch Dash und eine Suche integrieren.

Natty schlechter als Maverick:

  • Launcher-Qualität (5 auf 3): Spencer sei unter Umständen etwas unfair hier. Speziell der Start von OpenOffice-org funktioniere gar nicht. Ein möglicher Schuldiger könnte Compiz selbst sein, aber subjektiv fühle es sich an, als sei mit dem Finger auf den Launcher zu deuten.
  • Launcher-Funktionalität (6 auf 3): Man könne derzeit nur Starten und Umschalten. Die Schnell-Listen sind weg und müssten erst wieder hinzugefügt werden.
  • Fenster-Management für Applikationen (5 auf 4): Hier gebe es keine so großen Änderungen. Lediglich die fehlenden Schnell-Listen würden verhindern, dass man schnell umschalten kann. Man müsse Alt-Tab bemühen. Minimierte Fenster würden immer noch einfach verschwinden, ohne diese wieder zum Vorschein bringen zu können.

Natty mit Maverick auf Augenhöhe:

  • Launcher-Aussehen (6): Der Launcher sehe immer noch etwas klobig aus. Mit der baldigen Einführung von Animationen und Übergängen sollte sich das Look&Feel deutlich verbessern.
  • Globale Integration des Menüs (5): Keine großen Änderungen. Zum Beispiel habe Firefox immer noch kein eigenes Menü.
  • Bildschirm-Benachrichtigungen (Indicator) (7): Keine Veränderungen bisher. Allerdigns könnten noch neue Symbole und kleine Verbesserugnen einfließen.
  • Indicator-Geschwindigkeit (8): Keine Veränderung.
  • Indicator-Funktionalität (6): Bis zu Alpha 1 soll noch der Indicator für den Netzwerk-Manager integriert werden. Somit würde der Indicator alle Standard-Funktionen verwalten und es gäbe keine Panel-Applets mehr.

Man merkt an diesem Blog-Eintrag, dass die Entwickler bis April noch viel Arbeit vor sich haben. Erst dann wird sich weisen, ob die Unity-Entscheidung kein Bumerang für Ubuntus guten Ruf ist, den sie sich mühsam über die letzten Jahre aufgebaut haben.



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