95 Prozent der Facebook-Anwender sind gegen Änderungen bezüglich der Privatsphäre

8 April 2010 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Facebook F-LogoEine Umfrage von Sophos hat ergeben, dass 95 Prozent der Befragten nicht sehr glücklich über Facebooks geplante Regeländerungen im Bezug auf die Privatsphäre sind. Lediglich zwei Prozent gaben sich Einverstanden und unterstützen den Eingriff in die Privatsphäre. Drei Prozent wussten nicht, was Facebook ändern will.

Im März 2010 stellte Facebook eine Anzahl umstrittener Änderungen in den Raum, die als eindeutiger Eingriff in die Privatsphäre zu werten sind. Auserwählte anderen Webseiten sollen gewisse Informationen mitgeteilt werden. Im Klartext bedeutet das, wenn Sie bei Facebook angemeldet sind und dann eine von diesen Webseiten besuchen, können diese Erwählten folgende Daten auslesen:

  • Ihren Namen
  • Ihr Profil-Bild
  • Ihr Geschlecht
  • Ihre Freunde und Verbindungen
  • Ihre Benutzer-ID
  • Inhalte, die mit der „everyone“-Einstellung eingestellt wurden

Facebook rechtfertigt den Eingriff, da man nur sehr wenigen, vorsichtig ausgesuchten Seiten dieses Privileg zukommen lassen will. Außerdem hätten Anwender die Möglichkeit, dieses „Feature“ zu deaktivieren. Die Umfrage von Sophos sendet ein deutliches Signal an Facebook: Dieser Eingriff in die Privatsphäre ist unerwünscht!

Graham Cluley, Senior Technology Consultant bei Sophos, sagte, dass viele Facebook-Nutzer ihre Einstellungen für die Privatsphäre nicht sicher setzen würden. Viele Anwender finden das ganze System sehr verwirrend und umständlich. Außerdem sollten solche Funktionen wie die geplanten Änderungen nicht voreingestellt werden und der Anwender muss diese dann finden und wieder abschalten. Im Gegenteil sollte Facebook diese Funktionen anbieten, die der Nutzer dann explizit frei schalten kann.

Cluley sorgt sich, dass die Privatsphäre im Netz schleichend ausgehebelt wird. Zu viele Webseiten würden zu freigiebig mit den privaten Daten von Mitgliedern umgehen und diese an Dritte weitergeben. Facebook würde Millionen von Menschen einen Gefallen tun, wenn Sie diese Änderungen noch mal überdenken und rückgängig machen.

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