Shadowrun Returns: Nun doch Linux-Version – ab einer Million

12 April 2012 8 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Shadowrun Returns Teaser 150x150Durch einen Kommentar von ElbGecko bin ich darauf hingewiesen worden, dass die Entwickler von Shadowrun Returns nun doch eine Linux-Version herausbringen wollen. Der Deal gilt, wenn das Projekt die 1-Millionen-marke bei kickstarter.com knackt. Und das sieht gut aus. Derzeit sind über 850.000 US-Dollar zusammen und noch 16 Tage Zeit.

Grund war wohl ein Sturm der Entrüstung vieler enttäuschter Linux-Fans, denen Shadowrun Returns zunächst schmackhaft gemacht wurde. Von heute auf morgen haben sich die Entwickler dann ohne Angabe eines Grundes dagegen entschieden. Eine Konversation in den Kommentaren des Projekts fand ich besonders witzig. Einer hat geschrieben, die Linuxer sollen aufhören zu jammern, schließlich stelle Microsoft mit 92 Prozent den Löwenanteil auf dem Desktop dar. Die Antwort folgte prompt, dass sich aber auch 92 Prozent der Anwender für Angry Birds anstatt eines Strategie-RPGs entscheiden würden und die Linuxer das Projekt bis zur Absage mit 20 Prozent gesponsert hätten. Wo diese Zahlen herkommen weiß ich allerdings nicht.

Die Mac-Version habe man deswegen schnell hinzufügen können, da man diese wie die PC-, iOS- und die Android-Variante im eigenen Haus entwickeln könne. Linux sei allerdings eine eigene Geschichte. Sollte das Funding allerdings eine Million erreichen, würde man eine externe Firma mit der Linux-Version beauftragen. Allerdings wird das Spiel nicht gleichzeitig mit den anderen Versionen erscheinen. nachdem Shadowrun Returns ausgegeben wurde, wird man sich an den Linux-Port machen. Die Wartezeit wird als “angemessen” bezeichnet.

Die Entwickler sagen aus, dass die Linuxer gewillt sind, eine gewisse Wartezeit in Kauf zu nehmen. Nun bin ich hin- und hergerissen. “Angemessene Wartezeit” … Zeit ist relativ, wie wir seit Albert Einstein wissen … soll ich oder soll ich nicht? Ich hätte das Spiel schon gerne, aber wie lange werden uns die Entwickler warten lassen … Die Entwickler von Wasteland 2 haben da von Anfang an irgendwie vertrauenswürdiger geklungen – vielleicht ist das auch ein subjektiver Eindruck.



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8 Kommentare zu “Shadowrun Returns: Nun doch Linux-Version – ab einer Million”

  1. Ole sagt:

    Ich würde es auch soo gerne haben, bin mir aber aufgrund der vagen Angaben ziemlich unsicher.

  2. volRot sagt:

    Wie komme ich an das Geld anderer Leute?? Erst mal abkassieren, warten lassen und mit dem Geld arbeiten und dann .... Ist nur meine Meinung da mach ich nicht mit.

    Gruß

  3. Sebastian sagt:

    Schlimm, dass für sowas unwichtiges wie ein Spiel so schnell so viel Geld zusammenkommt, während andere Menschen verhungern.

  4. Fabidesu sagt:

    Nichts da. ENTWEDER man bietet es gleich für alle an oder gar nicht. Wir sind keine Nutzer 2. Klasse. Wir sind immer die, die Bezahlen und dann doch warten müssen, während sich auf anderen Plattformen das Zeug zurechtgeklaut wird.
    Das geht sicherlich dann an Icculus und nen Jahr später werden wir dann was davon hören

  5. Tobias sagt:

    Ich sehe das auch extrem kritisch. Es ist ja ohnehin deutlich zu vermuten, dass ein überproportionaler Anteil der Shadowrunner Linuxaffin ist.
    Dann erst zu locken mit dem vagen versprechen, dann nachdem man die Finanzierung hat absagen, und dann um das budget zu verdoppeln die Linuxversion an die million koppeln... dubios.

    Dem ganzen dann die krone aufsetzen, indem die linuxer auf ungewisse zeit vertröstet würden, und durch eine ominöse andere firma bedient würden (und das alles nicht kontrollieren können)... nein danke!
    Ich meine - wir sollens mitfinanzieren, und dann in der zweiten reihe warten?

  6. Ole sagt:

    Genauso sehe ich das auch. Ich hatte neben mir noch vier Freunden(Linuxuser) davon erzählt, die dann auch sofort mitgemacht haben. nun haben wir unsere "Spende" wieder zurückgenommen. Das gehört sich einfach nicht, obwohl ich das bei einem so tollen Speil echt bedauere.

  7. Jakob sagt:

    Kickstarter ist furchtbar – jetzt tummeln sich da nur so die Leute, um Geld zu kassieren, für irgendwelche ominösen Projekte von in der Spieleszene alteingesessenen Leuten …

  8. Tobias sagt:

    Naja, das sagt ja nichts über kickstarter aus. Menschen bekommen die Möglichkeit, ihre Traumprojekte vorfinanziert zu bekommen.
    Dafür müssen Sie den Fans ihren Traum klar rüberbringen, und vieles hier ist eher vage oder eher ein frommer Wunsch.

    Nur in diesem Fall sehe ich schon echt einiges an Dreistigkeit und ein zweifelshaftes Verständnis vom fundraising... oder dem Spender.

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